Barry Sheene: Biker-Ikone Erfinder des Rückenprotektors?

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Barry Sheene in Schräglage

Bekanntermaßen gehören Rückenprotektoren zu den wichtigen Schutzausrüstungen beim Motorradfahren. Ich bin kürzlich auf einen Artikel über den Motorradfahrer Barry Sheene gestoßen. Hier wird die These aufgeworfen, ob die Biker-Ikone zur Erfindung des Rückenprotektors massiv beigetragen hat.
Es ist sogar möglich bzw. wahrscheinlich, dass Sheene den eigentlichen Rückenprotektor (mit-)erfunden hat. Nachfolgend möchte ich diese These etwas erläutern. Ich freu mich auf Kommentare und eure Meinung dazu!


Wer ist überhaupt Barry Sheene?

Sheene wurde am 11. September 1950 in London geboren und war ein britischer Motorrad-Rennfahrer. Dieser nahm in den 70er- und 80er-Jahren an verschiedenen Grand-Prix-Weltmeisterschaften teil.

1970 fuhr er auf einer 125er und erreichte in Barcelona den 2. Platz. 1973 fuhr er in der Formel 750 auf einer Suzuki TR 750 und gewann dort den Preis der FIM. Dahinter verbirgt sich die Fédération Internationale de Motocyclisme, auf Deutsch auch der Motorradweltverband.

1976 und 1977 wurde er Weltmeister in der 500er-Klasse auf einer Suzuki RG 500. Erst 1984 zog er sich aus dem Rennsport zurück. Privat war Sheene starker Raucher und auf vielen Feiern zu finden.

Nach seiner Hochzeit mit Stefanie McLean zog er nach Australien und wurde dort erfolgreicher Geschäftsmann. Im Jahr 2003 verstarb die Renn-Legende. Er hinterließ Frau und zwei Kinder.

Warum ist Barry Sheene berühmt?

Barry Sheene im Porträt
Ausnahmetalent Barry Sheene

Zunächst hat er auf den Rennstrecken einen neuen Fahrstil entwickelt, der sich Hanging-off nennt. Dabei lehnt sich der Fahrer in der Kurve stark in die Innenseite und gleicht somit die starke Fliehkraft des Motorrades aus.

Sheene war in den 70er-Jahren der unbestrittene Held auf den Motorradrennstrecken. Auch wenn er hier recht rebellisch auftrat, stand bei ihm die Sicherheit immer im Vordergrund. Er erkannte sehr schnell, dass der Schutz seinerzeit noch nicht optimal war.

Sheene fädelte daher in seinen Rennanzug zunächst Schaumgummistücke ein, die seine Wirbelsäule schützen sollten. Dieser Schutz reichte aber nicht aus. Es musste etwas Wirkungsvolleres entwickelt werden, das für eine Geschwindigkeit von 300 km/h ausreichen musste.

Der Hersteller Lino Dainese konstruierte gemeinsam mit Sheene und dem Designer Marc Sadler den ersten Rückenprotektor. Dazu später mehr.

Der erste Rückenprotektor wurde in den Anfangsjahren noch nicht der absolute Renner. Viele Fahrer waren noch skeptisch, wenn es um neue Funktionsausrüstung ging, wobei diese auch noch umständlich anzulegen war.

Es dauerte noch bis 1984 auf der Weltmeisterschaft in Kyalami in Südafrika. Der Fahrer Freddie Spencer stürzte und schlug mit dem Rücken auf einen Beton-Bordstein. Was viele nicht wussten, Spencer war mit einem Back Protector von Dainese ausgestattet. Dieser trug den Schutz bei diesem Rennen das erste Mal. So stand er nach dem Sturz einfach wieder auf.

Zuschauer, Fahrer und Rennausrichter waren so begeistert, dass damit der Weg des Rücken-Protektors eingeleitet wurde. Heute ist diese Schutzausrüstung bei jedem Rennen Pflicht und unverzichtbar geworden.

Was ist überhaupt ein Rückenprotektor?

Safe Max Rückeneinsatzprotektor
Safe Max Motorrad Rückeneinsatzprotektor

Ein Rückenprotektor ist eine passive Motorrad-Schutzausrüstung, die in erster Linie die Wirbelsäule des Fahrers bei einem möglichen Sturz schützt.

Motorradprotektoren werden heute nicht nur beim Motorradfahren verwendet, sondern auch beim Inline-Skaten, Snowboarden und sogar beim Reiten. Diese Protektoren können unter und über der Kleidung getragen werden.

Heutige Protektoren für den Rücken müssen der Prüfnorm CE EN 1621-2 entsprechen und zeichnen sich durch einen effizienten Durchschlagschutz aus.

Was unterscheidet einen einfachen Rückenprotektor von einem Topmodell?

Biker mit Rückenprotektor
Top-Rückenprotektor

Einfache Rückenprotektoren werden häufig bei Einsteigern als Weichschaum-Schutzelemente in den Motorradjacken verwendet. Diese gehören dort zur Serienausstattung.

Leider erreichen diese nicht den geforderten Schutz nach der Prüfnorm CE EN 1621-2. Von daher sind die Schutzelemente in den Jacken auch nicht zertifiziert. Hier solltest du als Fahrer unbedingt achten.

Was genau hat sich um 1979 zugetragen?

1979 entwickelte der Hersteller Dainese zusammen mit Sheene und Sadler den ersten Back Protector. Dieser erinnerte äußerlich an eine Hummerschale, die mit weichem Schaumgummi und starren Verriegelungsplatten versehen wurde.

Hierdurch konnte die Schlagkraft auf eine sehr breite Oberfläche verteilt werden. Diese revolutionäre Entwicklung führte zu den modernen Motorradprotektoren, die wir auch heute täglich verwenden.

Top 5 der Rückenprotektoren

Hinweise:

Auf meiner Bestseller-Seite findest du eine Sammlung der beliebtesten und meist verkauften Protektoren. Außerdem findest du auf der Rückenprotektor-Detailseite alle Informationen inkl. Empfehlungen, Produktvergleich und Nutzerbewertung.

Interessante Links zu Sheene und Dainese

 

Kurz zusammengefasst:

Einer der wichtigsten Motorradprotektoren ist der Back Protector oder Rückenprotektor. Auch wenn er nicht vorgeschrieben ist, wird er dringend empfohlen. Vermutlich wurde er von Barry Sheene, Lino Dainese und Marc Sadler entwickelt.

 

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Kurzfassung
Barry Sheene: Biker-Ikone Erfinder des Rückenprotektors?
Artikelname
Barry Sheene: Biker-Ikone Erfinder des Rückenprotektors?
Beschreibung
Bekanntermaßen gehören Rückenprotektoren zu den wichtigen Schutzausrüstungen beim Motorradfahren. Ich bin kürzlich auf einen Artikel über den Motorradfahrer Barry Sheene gestoßen. Hier wird die These aufgeworfen, ob dieser zur Erfindung des Rückenprotektors massiv beigetragen hat.
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