Wie geht Motorrad einlagern und pflegen im Winter?
Zu Beginn der kalten Jahreszeit stellen viele Biker ihr Motorrad einfach in die Garage. Im Frühjahr wundern sie sich dann, dass ihre Maschine vielleicht nicht sofort anspringt. Okay, hier übertreibe ich ein bisschen. Aber doch, solche Biker gibts auch.
Wenn du dein Motorrad also im Winter einlagern möchtest, solltest du auf einige wichtige Punkte achten. Eine optimale Wartung und Pflege ist hierbei besonders wichtig.
Nachfolgend gebe ich dir ein paar Tipps an die Hand, damit du im Frühjahr problemlos wieder Motorradfahren kannst.
Tipp 1 – Gründliche Reinigung vor dem Einlagern im Winter
Wenn du dein Bike in die Garage zum Überwintern abstellen möchtest, solltest du es vorab gründlich säubern. Insbesondere Endurofahrer sollten ihre Maschine von angetrocknetem Lehm und Matsch befreien. Nach einer solchen Motorradwäsche ist es wichtig, dass Chassis und Anbauteile abgetrocknet werden. Auf diese Weise wird eine mögliche Rostbildung vermieden.
Zum Waschen kannst du beispielsweise das von Amazon Basics empfohlene Autoshampoo verwenden. Dieses wird aktuell für rund 8,30 Euro angeboten.
Zum Auftragen eignet sich ein Moto&Bike Auto-Waschhandschuh, mit dem sich schonend die Lackoberflächen säubern lassen.
Eine interessante Alternative stellt das von Meguiar’s angebotene Ultimate Waterless Wash & Wax Trockenwaschmittel dar. Dieses lässt sich überaus einfach anwenden.
Vergiss bei diesen Reinigungsarbeiten nicht die Felgen. Hierzu gibt es eine Reihe von Felgensprays, wie zum Beispiel das von Sonax angebotene FelgenBeast.
Tipp 2 – Kette reinigen und pflegen
Wenn du schon an den Rädern arbeitest, solltest du dir auch die Antriebskette etwas näher ansehen. Ist die Kette stark verschmutzt, lässt sich hier ein gutes Kettenspray, wie zum Beispiel der von Nigrin angebotene Kettenreiniger verwenden.
Nach einer Kettensäuberung muss diese natürlich wieder geölt werden. Ein Beispiel stellt das von Dr. Wack angebotene S100 Weißes Kettenöl dar. Damit versiehst du deine Antriebskette mit einem hochwertigen Kettenöl. Das verhindert nicht nur die Reibung, sondern auch einen möglichen Verschleiß.
Tipp 3 – Tank im Winter entleeren bzw. füllen
Traditionelle Motorradtanks bestehen aus Blech und sollten daher auch in der kalten Jahreszeit bis zum Rand mit Kraftstoff befüllt werden. Natürlich wird eine ebene Abstellfläche vorausgesetzt. Dadurch verhinderst du ein Kondensieren im Inneren des Tanks und auch eine mögliche Rostbildung.
Eine Ausnahme stellen die Kunststoff-Tanks dar. Diese solltest du vollständig entleeren, da der Kraftstoff durch die Kunststoffwand mit der Zeit diffundieren – also quasi austreten – kann.
Tipp 4 – Motoröl wechseln
Es lohnt sich durchaus, das Motoröl zu wechseln. Fahre vorher den Motor warm und lasse dann das Altöl aus dem Öltank ablaufen. Wechsle hierbei auch gleich den Ölfilter. Danach füllst du in den Motor frisches Motoröl und betätige mehrmals den Anlasser bzw. Kickstarter. Lass das Motorrad aber nicht laufen.
Verständlicherweise musst du das Altöl umweltgerecht entsorgen. Du kannst es in der Regel bei deinem Händler abgeben, wo du auch das neue Öl für dein Motorrad gekauft hast.
Tipp 5 – Vergaser entleeren
Viele vergessen leider vor dem Einlagern zum Überwintern den Benzinhahn zu schließen. In schlechtesten Fall läuft das Benzin an den Schläuchen unterhalb des Bikes aus.
Ideal ist es, wenn du auf der letzten Fahrt die letzten Meter mit geschlossenem Benzinhahn fährst. Notfalls kannst du das Restbenzin auch durch Öffnen der Ablassschraube für die Schwimmerkammern des Vergasers leerlaufen lassen.
Vergiss zum Schluss nicht den Benzinhahn und die Ablassschraube zu verschließen! So befindet sich letztlich kein Restbenzin mehr im Vergaser.
Tipp 6 – Batterie ausbauen
Wichtig ist, dass du auch die Batterie deines Bikes ausbaust und diese an einem trockenen, kühlen und forstsicheren Ort aufbewahrst.
Mithilfe eines Ladegerätes solltest du hin und wieder eine Erhaltungsladung aufbauen, damit du die Batterie im Frühjahr sofort verwenden kannst. Ein solches Ladegerät wird für rund 40 Euro angeboten.
Ein Beispiel stellt das NOCO GENIUS1EU dar. Bei traditionellen Blei-Säure-Akkus musst du noch den Säurestand überprüfen und ggf. destilliertes Wasser nachfüllen.
Tipp 7 – Richtigen Abstellort aussuchen

Am besten ist es, wenn du in einer Garage oder Tiefgarage einen geeigneten Platz für dein Bike hast. Achte immer auf eine ausreichende Belüftung und einen trockenen Platz.
Damit dein Bike über die kalte Jahreszeit hindurch nicht verschmutzt wird, kannst du eine geeignete Motorradabdeckung verwenden. Hierzu werden auf dem Markt hochwertige Abdeckungen für den Innen- und Außenbereich angeboten.
Ein Beispiel ist die Favoto Motorrad-Abdeckplane, die es schon für weniger als 20 Euro zu kaufen gibt.
Weiterführende Tipps findest du übrigens auch im Artikel zu Motorradabdeckungen.
Tipp 8 – Motorradbekleidung richtig reinigen und lagern
Die Motorradbekleidung ist für die Sicherheit besonders wichtig. Hänge diese zunächst zum Lüften auf Kleiderbügel oder Ähnliches.
Für eine hochwertige Lederbekleidung findest du verschiedene Lederpflegemittel, die Echtleder nicht nur reinigen, sondern es auch lange geschmeidig bleiben lassen. Bei Bikern sehr beliebt ist das von Urban Forest angebotene Premium Leder Balsam. Die aus Textil bestehende Motorradbekleidung kannst du bei nicht allzu hoher Temperatur sogar in der Waschmaschine reinigen.
Nachdem deinen Lederkombi oder deine Textil-Motorradbekleidung gesäubert hast, solltest du diese in einer Kleiderhülle aus Baumwolle verpacken und im Kleiderschrank bis zum nächsten Einsatz aufbewahren.
Motorradprotektoren solltest du entsprechend den Herstellerangaben reinigen. Diese Schutzausrüstung dient deiner Sicherheit und bedarf daher großer Aufmerksamkeit. Natürlich musst du deine Protektoren regelmäßig von Schmutz befreien.
Bei Brustpanzer und Rückenpanzer reicht meist ein leicht angefeuchteter Lappen mit etwas Seife aus. Protektorenjacken lassen sich mitunter sogar in der Waschmaschine reinigen.
Lagere Schutzbekleidung an einem trockenen und gut belüfteten Ort. Vermeide einen feuchten Keller, da ansonsten mit einer möglichen Schimmelbildung zu rechnen ist.
Alles erledigt? Dann kannst du dich auf den Frühling freuen, wenn es wieder ans Motorradfahren geht!
Und falls du doch noch im Winter mit deinem Motorrad fahren willst, dann hab ich ebenfalls ein paar hilfreiche Tipps für dich in dem Blogartikel Motorradfahren im Winter.
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